Aktuelles aus dem Verbund

Freie Plätze? / Belegung?

Suchen Sie einen Platz in einer Erziehungsstelle oder einen familienanalogen Inobhutnahmeplatz? Hier erfahren Sie, ob oder wann wir über freie Kapazitäten verfügen.

HilfeartFreie PlätzePerspektive
Inobhutnahme Säuglinge1 Platz freiab sofort
Fam. analoge Inobhutnahme0 Plätze frei
Erziehungsstelle0 Plätze freiab Spätherbst 19

Was läuft? 🙂 …..gibt es Neues bei uns?

Wir überarbeiten unsere Homepage

Unsere Homepage nutzt das Contentsystem Typo3 und war so langsam in die Jahre gekommen. Nun gestalten wir sie neu mit Hilfe des Systems WordPress.

Da wir vieles selber machen, dauert es ein bisschen, bis wir alles aktualisiert haben und es genau so aussieht, wie wir es wollen. Wir bitten die Übergangszeit, in der einiges noch unvollständig wirkt, zu entschuldigen.



Schutzkonzept mit
sexualpädagogischer Handlungsorientierung

Im 2. Halbjahr 2018 und in den ersten Monaten in 2019 haben wir regelmäßig mit allen MitarbeiterInnen getagt und uns ein Schutzkonzept vor (sexueller) Gewalt und (sexuellem) Machtmissbrauch erarbeitet.

Machtmissbrauch und Gewalt besonders im sexuellen Bereich erfordert auch gleichzeitig eine Auseinandersetzung mit Sexualität, sexueller Selbstbestimmung und Sexualerziehung, sowie auch Aufklärung und unserem eigenen Verständnis von Sexualität. Und so haben wir versucht, eine gemeinsame Sprache und gemeinsame Haltungen zu entwickeln und haben das Schutzkonzept um eine sexualpädagogische Handlungsorientierung erweitert.



Psychische Belastungen in Erziehungsstellen

Im Rahmen unserer Bemühungen um Arbeitssicherheit haben wir uns mit unseren psychischen Belastungen an unserem Arbeitsplatz „Erziehungsstelle“ befasst und uns geprüft, wie wir mit uns dabei umgehen und wie wir uns schützen. Dies haben wir im Rahmen der „moderierten Gefährdungseinschätzung“ im Rahmen der BGW Arbeitssicherheit getan.



Unsere Flex. Vater- Mutter- Kind- Einrichtung schließt

Zum 30.06.2018 schliessen wir unsere Flexible Vater- Mutter- Kind Einrichtung!
Es hat Spass gemacht, über 15 Jahre so zu arbeiten und wir fanden unser Konzept sehr gelungen. Aber jetzt ist es genug. Wir schliessen aus Altersgründen.
Wir bedanken uns bei Allen über das uns entgegengebrachte Vertrauen!



Erziehungsstellen Familien Freizeit im Ferienzentrum Schloss Dankern

Vom 10. – 13.05.18 haben wir gemeinsam das Himmelfahrtswochenende im Ferienzentrum Schloss Dankern verbracht.

Spielen, Grillen, Quatschen!

Wir haben gemeinsam eine tolle Freizeit verbracht und dabei uns und unsere Erziehungsstellen Kinder näher kennengelernt, gemeinsam gespielt, gegrillt, getafelt und viele lustige aber auch vertiefende Gespräche geführt.

Jetzt können wir uns in den kommenden Team- und Fallbesprechungen mit viel mehr Einfühlungsvermögen  und gegenseitigem Verständnis begegnen. 



EU Datenschutzverordnung – DSGVO –

Wir beschäftigen uns mit dem Datenschutz

Im Mai 2018 tritt die neue europäische Datenschutzverordnung in Kraft.

Als eine Jugendhilfeinrichtung gehen wir mit besonders sensiblen Daten um und benötigen diese auch für unsere pädagogische Arbeit. Datenschutz, besonders der Schutz der Sozialdaten, ist daher schon immer ein wichtiger Punkt in unserer Arbeit und in unserem Qualitätsmanagement gewesen.

Die neue europäische Datenschutzverordnung erhöht jedoch deutlich die bisherigen Anforderungen und verpflichtet alle Daten Verarbeitende zu mehr Transparenz und Datenschutz. Die Rechte der Betroffenen wurden gestärkt.

Wir erarbeiten zur Zeit, was das für uns genau heißt und wie wir für einen guten, rechtskonformen Datenschutz sorgen können.



Pädagogen als Pflegeeltern (Erziehungsstelle)

Zeitungsartikel über die Arbeit unserer Erziehungsstellen vom 19.04.2018 in den Peiner Nachrichten

Hier die besser lesbare Textversion der Onlineausgabe der PN vom 19.04.18

PEINE

Regina Rehrmann arbeitet als Erziehungsstelle für „SoFa“. Sie betreut auffällige Kinder

Von Nina Schacht
19.04.2018 – 14:35 Uhr

Bunte Bauklötze liegen auf der Couch, ein Spielzeugzug steht auf dem Tisch, Kinder essen Marmeladenbrote. Bei Familie Rehrmann steht die Familie im Vordergrund. Zwei der wuselnden Kinder sind nicht die leiblichen Zöglinge von
Swen und Regina Rehrmann. Die Familie hat „Erziehungsstellenkinder.“ Regina Rehrmann ist Erzieherin und arbeitet in der
Erziehungsstelleneinrichtung „Sozialpädagogischer Familienverbund“ (SoFa). Sie betreut in ihrem Zuhause Kinder, die schwere
Schicksale hinter sich haben.


Im Unterschied zur „normalen“ Pflegefamilien ist die „Erziehungsstelle“ als stationäre soziale Einrichtung über eine Betriebserlaubnis anerkannt. Eine pädagogische oder psychologische Ausbildung ist Voraussetzung für die Mitarbeiter. Finanziert wird die Einrichtung unter anderem vom Jugendamt. Dieses vermittelt die Kinder an die Familien. Auch ältere Kinder finden bei SoFa eine Familie. Das Ziel der Betreuung in den Erziehungsstellen ist die Rückführung zu den leiblichen Eltern. Halbjährlich wird geprüft, ob die Kinder wieder bei ihren Müttern oder Vätern leben können. Beispielsweise nach erfolgreicher Drogentherapie.

„Wir sind ja keine Kinderklauer“, sagt Michael Husen, Geschäftsführer von SoFa, „sondern unterstützend für die Kinder und die Eltern tätig“.


Seit zehn Jahren ist Familie Rehrmann als „Erziehungsstellenmutter“ tätig und kümmert sich um meist schwer traumatisierte Kinder. „Es sind beispielsweise Kinder, die niemand haben möchte oder deren Mütter alkohol- oder drogenabhängig sind“, sagt die Sozialpädagogin. Manche von ihnen haben bereits vorgeburtliche Schäden erlitten. Oder auch Kinder von überforderten Müttern und jene, die Gewalt in ihrer „Ursprungsfamilie“ erlebt haben. Andere leiden unter Entwicklungsdefiziten und können
im Alter von fast fünf Jahren nicht sprechen. „Auf jeden Fall hatten sie einen schweren Start ins Leben“, sagt Rehrmann. Das bestätigt auch Stephanie Ullmann, Sozialpädagogin aus Peine. Auch sie ist als Erziehungsstelle tätig. „Wir geben den Kindern Liebe mit dem Hintergrund einer qualifizierten Ausbildung“, sagt Ullmann. Sie seien quasi ihre sozialen Eltern.

Besonders wichtig für die Kinder sind dabei stabile Verhältnisse. Gerade auch, weil sie oft eine wahre Odyssee an Aufenthaltsstellen hinter sich haben. Wie wichtig ein geregeltes Umfeld ist, weiß Rehrmann. „Das fängt schon bei den Tagesabläufen an.“ Wird zu einer anderen Zeit Abendbrot gegessen, sind die Kinder verunsichert. „Die Kinder haben Angst, dass sie kein Essen mehr bekommen“, erzählt Rehrmann. Häufig müssen die „Pflegeeltern“ regelrecht auf Spurensuche gehen. „Manche Kinder sind wie Wundertüten“, ergänzt Swen Rehrmann.
Informationen über ihr Schicksal liegen nicht immer vor. „Ein Kind traute sich nicht auf die Toilette zu gehen, wenn die Zimmertür zu war“, erinnert sich die Erzieherin. Ab diesem Zeitpunkt ließ die Familie alle Türen offen stehen. Vielleicht
durfte es bei den leiblichen Eltern nicht das Kinderzimmer verlassen, vermutet die Sozialpädagogin.


Der 21-jährige Jonas ist der leibliche Sohn der Rehrmanns. Von den Erziehungsstellenkindern wird er oft als der große Bruder angesehen. Brauchen seine Eltern eine Auszeit, springt er auch mal als Babysitter ein. Und obwohl die „Erziehungsstellenkinder“ viel Zeit und eine besondere Betreuung brauchten, hat sich Jonas nicht zurückgesetzt gefühlt. „Meine Eltern haben darauf geachtet, dass wir alle mal ungeteilte Aufmerksamkeit hatten“, sagt er.
Eine besondere Herausforderung in der Betreuung ist die Pubertät. War der Lebensweg von Missständen gepflastert, wird es für
Jugendliche doppelt schwierig. Ihre Reaktion: sie hauen aus ihren „Pflegefamilien“ ab oder verweigern sich. „Dann sind wir Tag und Nacht im Einsatz“, sagt Mitarbeiter Thomas Werner.


Den Kontakt zu den Kindern hält Michael Husen oft über deren achtzehntes Lebensjahr aufrecht. Weihnachten wird oft gemeinsam gefeiert. Er ist glücklich, wenn einstige „Pflegekinder“ den Weg in ein geregeltes Leben finden konnten: eine
Ausbildung, eine Wohnung und eine Partnerschaft.



Der sozialpädagogische Familienverbund
(SoFa)
sucht qualifizierte Mitarbeiter für
die Erziehungsstellen. Voraussetzung ist
eine pädagogische oder psychologische
Ausbildung.
Informationen für Bewerbungen sind
erhältlich bei Geschäftsführer Michael
Husen, in 38104 Braunschweig Messeweg
9, (auch für den Landkreis Peine),
(05 31) 378 90 22;
Internet:.familienverbund.de,
familienverbund@gmx.de