Konzeption

und Profil

Was macht eine Erziehungsstelle aus

  • Erziehungsstellen leben mit den aufgenommenen, wie auch ggfs. eigenen Kindern in ihrem privaten Haushalt und unter Einbezug ihres sozialen Netzes zusammen, d.h. auch der/ die Ehe- / LebenspartnerIn und die eigenen Kinder sind in diese Arbeit mit involviert und müssen diese mittragen,
  • Erziehungsstellen leben mit den aufgenommenen Kindern je nach Einzelfall auf Zeit oder auch bis zur Verselbständigung zusammen. Ziele sind die Stärkung oder Wiederherstellung der Erziehungsfähigkeit der Herkunftseltern und die Erarbeitung einer Rückführung in das elterliche Familiensystem oder aber die kontinuierliche und überschaubare Betreuung in einem Familiensystem mit Bindungsangeboten bis zur Verselbständigung des Jugendlichen / jungen Erwachsenen,
  • Erziehungsstellen bieten den Kindern / Jugendlichen elternähnliche Beziehungen und familiäre Bindung an und verknüpfen dies mit professioneller pädagogischer Arbeit. Das besondere Kennzeichen von Erziehungsstellen sind die bewußte Beziehungs- und Bindungsgestaltung zu den Kindern / Jugendlichen und die fließende Balance zwischen emotionaler Nähe / elterlicher Bindung und einer professionellen, reflektierten pädagogischen Arbeit als Erzieher,
  • Erziehungsstellen verstehen sich dabei als „Ergänzungsfamilie“, das heißt, dass Herkunftseltern auch bei einer Dauer Lebensperspektive in der Erziehungsstellenfamilie weiter willkommen bleiben.
  • Erziehungsstellen handeln nach dem Motto „Ohne Liebe und Bindung ist alles Nichts aber Liebe und Bindung allein genügt nicht“

Erziehungsstelle als Beruf

  • Erziehungsstellen Arbeit ist eine „ganzheitliche“ Lebens- und Arbeitsweise. Die Trennung von „Arbeit“, „Freizeit“, „Familie“, „Hobby“ und „Beruf“ – von „Arbeitsort“ und „privaten Lebensort“ ist aufgehoben und ist 24h/7 miteinander verbunden. Damit ist Erziehungsstellen Arbeit mehr als ein „Job“, denn alle diese Anteile müssen im Alltag ihren Platz finden und ausgehandelt werden. Eine gute Fähigkeit zur Selbstorganisation und zum Zeit Management ist dabei eine erfordeliche Qualifikation.
  • Aber Erziehungsstellen Arbeit ist auch ein professioneller, qualifizierter, pädagogischer Beruf und 2 aufgenommene Kinder / Jugendliche bilden eine Vollzeitstelle ab.
  • Erziehungsstellen bieten große individuelle und freie Gestaltungsmöglichkeiten in ihrer Arbeit und erfordern ein großes Maß an Eigenverantwortung, Entscheidungsfreiheit und Selbständigkeit,
  • Erziehungsstellen verbinden Familie mit Beruf und damit gibt es keine lange Wegezeiten zum Arbeitsplatz, andererseits ist die Arbeit immer „zuhause“,
  • Als Erziehungsstelle betreuen sie familienanalog „rund um die Uhr“ – haben aber keinen Schichtdienst und haben auch Entlastungs- und Vertretungsangebote,
  • Als Erziehungsstelle bei uns haben sie ein Team, Berufskollegen und kollegialen Austausch und professionelle Unterstützung durch Fachberatung, Supervision und Fortbildung.
  • Unsere Erziehungsstellen führen ihre Einrichtung gemeinsam, betreiben Qualitätsentwicklung und haben die Sicherheit von definierten Qualitäts Standards. Über die Reflektion ihrer pädagogischen Arbeit und ihrer pädagogischen Haltungen holen sie sich Sicherheit für die Herausfprderungen in der Arbeit mit den aufgenommenen Kindern / Jugendlichen.

Beispiel eines individuellen SoFa Erziehungsstellen Leistungsprofils

Alle Erziehungsstellen des Sozialpädagogischen Familienberbundes haben eine gemeinsame Betriebserlaubnis mit einem gemeinsamen Leistungsangebot. Jede Erziehungsstelle hat zusätzlich ihr individuelles Profil erstellt. Die aktuellen Profile der SoFa Erziehungsstellen finden Sie im Menü „Über uns“.

Ein Beispiel, wie Erziehungsstellen sich ein zu ihrer Familie und ihren pädagogischen Haltungen passendes individuelles Profil geben können, finden sie hier: